Projekte/Beispiele

Das ESOC (European Space Operations Centre) in Darmstadt ist das Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA (European Space Agency). Seit 1967 ist das ESOC für den Betrieb sämtlicher ESA-Satelliten, für die dazu notwendigen Bodenstationen, aber auch für das Kommunikationsnetzwerk verantwortlich. So erfolgreiche Missionen wie Huygens, Mars Express oder Rosetta hat das ESOC bisher operationell betreut. Das ESOC ist in der Lage, gleichzeitig über 10 Satelliten in Routine und weitere Satelliten in der frühen Startphase zu kontrollieren.

Dass für diese Dienste ein leistungsfähiges Rechenzentrum notwendig ist, überrascht sicherlich nicht. Da das ESOC im Zuge des Ausbaus der europäischen Raumfahrt immer mehr und anspruchsvollere Missionen betreuen sollte, stieß das bisherige Rechenzentrum an seine Leistungsgrenzen. Die ESA beschloss daraufhin, auf dem Gelände der ESOC in Darmstadt ein neues, größeres und vor allem leistungsfähigeres Rechenzentrum zu bauen.

Im internationalen Ausschreibungsverfahren setzte sich die dvt Consulting AG mit ihrem Konzept durch und erhielt den Zuschlag für die Gesamtplanung des neuen Rechenzentrums.
Dabei waren die Vorgaben der ESOC alles andere als einfach. Ein sehr enger Terminplan, die Schaffung maximaler Redundanzen für alle Versorgungs- und Kommunikationssysteme sowie die Einbindung des bereits bestehenden Rechenzentrums in das neue Gesamtsystem sollen an dieser Stelle nur beispielhaft genannt werden.

Peter Gale Winters (Director of Operations and Infrastructure der ESA) nimmt das neue Rechenzentrum offiziell in Betrieb

Nachdem die einzelnen Planungsphasen durchlaufen und permanent mit allen Projektbeteiligten abgestimmt worden waren, konnte eine Lösung verabschiedet werden, die alle Anforderungen der ESA erfüllte. Diese wurde dann in der darauffolgenden Bauphase umgesetzt. Dabei stellten die Mitarbeiter der dvt Consulting AG sicher, dass alle Planungsvorgaben auch lückenlos umgesetzt wurden. Nach knapp 1,5-jähriger Bauzeit wurde das neue Rechenzentrum durch Peter Gale Winters (Director of Operations and Infrastructure der ESA) offiziell in Betrieb genommen und an den Probebetrieb übergeben. Die folgenden 6 Monate wurden von der ESOC für umfangreiche Systemtests genutzt. Erst nachdem feststand, dass alle Systeme ihre geplanten Parameter einhielten, das Personal die Anlage sicher beherrschte und alle Notfallszenarien durchgespielt waren, konnte die ESOC die erste aktive Mission in ihr neues Rechenzentrum verlagern. Seitdem erfüllt es seine eigentliche Aufgabe: die ESOC als „Europas Tor zum Weltraum“ weiter voranzubringen.